3 Ich bin krank – was tun?

Das Wichtigste vorab: Sie sind unschuldig und können nichts dafür, dass sie erkrankt sind!

Alle Maßnahmen zur Verhinderung der Erkrankung können nur die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung herabsetzen, diese aber nicht vollständig eliminieren.

Personen, die typische Symptome (siehe Abbildung (fig:) der Erkrankung an sich feststellen, sich in einem Bereich mit Erkrankungsfällen aufgehalten haben oder Kontakt zu Erkrankten hatten, sind aufgefordert, zu Hause zu bleiben und sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Alternativ ist es möglich, sich mit dem örtlichen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Diese haben immer häufiger eine entsprechende Hotline eingesetzt, die lokalspezifische Fragen beantworten und Informationen herausgeben kann.

Erregersteckbrief des Robert-Koch-Instituts: Auftreten der häufigsten Symtomen bei COVID-19-Fällen in China

Figure 3.1: Erregersteckbrief des Robert-Koch-Instituts: Auftreten der häufigsten Symtomen bei COVID-19-Fällen in China

3.1 Der Test

Für einen selbst beginnt die Erkrankung typischerweise mit Fieber und evtl. Husten [6]. Nach aktuellem Stand ist es für den Verdacht auf COVID-19 aber von zentraler Bedeutung, dass man mit Personen Kontakt hatte, die aus den Risikogebieten kommen oder dass man selbst dort war.

Ärzte würden einen auch testen, wenn man Hinweise auf eine virusbedingte Lungenentzündung vorweist.

Hierzu die Stellungnahme des [Robert-Koch-Instituts (RKI)][https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html] (Stand 06.03.2020):

Eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 ist dann angezeigt, wenn es sich bei den Betroffenen um begründete COVID-19-Verdachtsfälle handelt, d.h. sie

  • unspezifische Allgemeinsymptome oder akute respiratorische Symptome jeder Schwere UND innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten

und/oder

akute respiratorische Symptome jeder Schwere mit oder ohne Fieber haben UND sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Aktuelle Risikogebiete sind unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete abrufbar.

Bei Patientinnen und Patienten, die diese Kriterien nicht erfüllen, ist eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 in Betracht zu ziehen, wenn

  • akute respiratorische Symptome jeder Schwere mit oder ohne Fieber UND Aufenthalt in Regionen mit COVID-19-Fällen (keine Risikogebiete) bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn vorliegen

oder

klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose und ohne erfassbares Expositionsrisiko vorliegen.

Enger Kontakt ist definiert als:

  • Aufenthalt über einen längeren Zeitraum in einem Umkreis von etwa 2 Metern um einen Patienten mit COVID-19-Infektion; ein enger Kontakt kann während der Pflege, des Zusammenlebens mit einem COVID-19-Patienten, des Besuchs oder der gemeinsamen Nutzung eines Wartebereichs oder Zimmers in Einrichtungen des Gesundheitswesens auftreten

  • oder -

  • direkter Kontakt mit infektiösen Sekreten einer Person mit bestätigter COVID-19-Infektion (z.B. angehustet werden)

Im Endeffekt gilt also als Verdachtsfall,

  • wer sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem Gebiet mit vielen COVID-19-Fällen aufgehalten hat UND Atembeschwerden hat. und/oder
  • wer Kontakt zu einer/m (bestätigten) Infizierten hatte und sich krank fühlt. und/oder
  • wer Hinweise auf eine virale Lungenentzündung hat (dies ist eine ärztliche Entscheidung).

(Dies kann sich mit weiterer Zunahme der Fälle in Deutschland schnell änderen – wir aktualisieren diese Information entsprechend. > Erstempfehlung vom 24.02.2020, Änderung auf Empfehlung vom 28.02.2020, Änderung auf Empfehlung vom 06.03.2020)

3.2 Andere schützen

Sie können einiges tun, damit Sie andere nicht anstecken:

3.2.1 … bei Schnupfen und Husten

Bei Schnupfen und oder Husten sollte die sogenannte Husten-und Nies-Etiquette eingehalten werden.

Dafür empfiehlt die [Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)][https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/hygiene-beim-husten-und-niesen.html]:

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

3.2.2 Abstandhalten

Halten Sie einen Abstand von mindestens 1-2 Metern zu Ihren Mitmenschen.

3.2.3 Händehygiene

Die wichtigste Maßnahme zur Händehygiene im Alltag ist das häufige Händewaschen.

3.2.4 Mund-Nasen-Schutz

Hierzu die Stellungnahme des [Robert-Koch-Instituts (RKI)][https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html]:

Wenn eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz).

Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden.

3.3 Im Haushalt

Wenn sich eine erkrankte Person im Haushalt befindet, steht erstmal die Ausprägung der Symptome von COVID-19 im Vordergrund. Sie bestimmen, wo der Patient versorgt werden muss. Bei einer allgemeinen Erkältungssymptomatik spricht nichts gegen ein “auskurieren” der Erkrankung zu Hause.

Es gelten natürlich die die allgemeinen hygienischen Verhaltensmaßnahmen.